Wiesbadener Straße I

unten:
Am Anfang der Straße, im Tal, waren schon repräsentative Bauten entstanden wie Apotheke, Post und die Villa Landauer, auf der Gegenseite die Wohnhäuser Schild, Greuling und das Haus der Firma Eich und Mauss, um nur einige Beispiele zu nennen.

Das, was man zuerst “Wiesbadener Straße” nannte, war die heutige Bahnhofstraße.
Die neue (jetzige) Wiesbadener Straße mußte im unteren Teil durch einen aufwändigen Damm konstruiert werden, denn anders wäre der Buckel zwischen Ritzbachtälchen und der Senke der jetzigen Bahnhofstraße für Pferdefuhrwerke nicht “bezwingbar” gewesen.

Das schwarze Band im linken Bildeck zeigt den mit Bäumen bepflanz- ten Damm von SO.
Er ist heute noch zu erkennen.
In der Bildmitte hinten die Alte Katholische Kirche, ebenso ver- schwunden wie das kleine Haus davor. Im Vordergrund die Dä- cher der Veitenmühle.

links:
Die Frau in der unteren linken Bildecke bleicht ihre Wäsche an der Wiesbadener Straße. Das Foto von 1894 zeigt die jungfräu- liche Straße von Westen, man sieht am rechten Bildrand die Linkskurve (auf dem Damm) mit den Bäumen wie auf dem oberen Bild.
Das einzige neue Bauwerk ist die neugotische Katholische Kirche.

oben: Wiesbadener Straße, rechte Seite, von hinten nach vorn: Kaiserliches Postamt, die Metzgerei Schuler (später: Haus des “Milchmanns” Friedrich), Villa Landauer, Haus Schneider und Haus Tappe.
unten:
rechts unterhalb der Post die jugendstilbeeinflusste Apotheke zu sehen und in der Bildmitte hinten die “Traube”. Das Auto steht vor dem Haus Michel, daran schließt links das Haus Schild an, das Haus Wiersdörfer ist nicht zu sehen, da zurück- gesetzt gebaut; es folgt das Haus Greuling. Vorn das Geschäftshaus von Eich und Mauss mit dem gusseisernen Balkon.

unten: zweimal Postamt

links:
Nun kam am Abzweig zur Bahnhofstraße das Haus der Gebrüder Schmidt dazu. Links geht die neue Wiesbadener Straße bergan, rechts ist der Beginn der Behnhofstraße. Die zwei vorspringenden Dächer auf dem Nachbarhaus schützen Lastenaufzüge der Küferei Merz.
unten:
Hier sieht man, wie zwischen dem Veitenmühlweg (links) und der Wiesbadener Str. ein Keil entsteht, dessen Anfang durch Baum und Litfasssäule markiert ist (das Häus- chen rechts im mittleren Bild ist die Kontrolle der Bodenwaage für Lastwagen). Später (rechtes Bild) wird das Grundstück durch die ARAL-Tankstelle bebaut.

Der Baum war bis zum Jahr 2001 noch zu sehen, wurde dann aus Ignoranz in einer Nacht- und Nebel-Aktion gefallt. An Stelle der Tankstelle ist heute die Commerzbank in Betrieb.
unten: Eine Remineszenz aus den frühen 50er-Jahren, die Verkaufsstelle der Bäckerei Martin, in der Rechtskurve Wiesbadener Straße und Bahnhofstraße, also genau da, wo beim Bild oben rechts der Fotograf steht!

unten: zum Vergleich!

unten: Villa Lindauer intakt, während des Abrisses und (links daneben) die Lücke, die sie hinterlässt.

unten: Es ist immer noch Verfügungsmasse für die Stadtplaner vorhanden: das Häuschen des Milchmanns ist adrett zwischen dem Neubau von Nassauischer Sparkasse und der Frank-Lloyd-Wright-Anmutung der Volksbank eingeklemmt, auch lebt “der” Baum noch! Links auf der Seite ist schon lange alles geklärt, d. h., irgendwie bebaut.

Zwei weitere Abrissbilder:
Schade ist es um die Post des Kaisers, dem Haus Eich und Mauss (rechts) hingegen scheint der Abriss gelegen zu kommen.

Weiter oben in der Wiesbadener Straße hat sich die (Alte) Volksbank etabliert, mit Wandmedaillons von Schultz-Delitzsch und Raiffeisen. Gegenüber das Ensemble der neugotischen Katholischen Kirche.